Archive for the ‘Comics’ Category

NIHILUS KINDER – Aktuelles

April 11, 2017

Letztes Jahr vor dem Inktober hatte ich ja schonmal von dem Projekt NIHILUS KINDER berichtet. Es ist eine Kreation von Christian Hillmann und mir, und nachdem es für lange Jahre auf Eis lag (vor allem wegen meiner intensiven Arbeit an der APOKALYPSE), haben wir eine neue Kurzgeschichte geschrieben und gezeichnet.

Diese hat mit dem 24h-Comic, in dem NIHILUS das erste Mal auftauchte, inhaltlich nix zu tun, erweitert aber das Setting um mindestens eine Figur, die noch häufiger auftreten soll, wenn es tatsächlich mal dazu kommt, dass aus der Idee eine richtige Geschichte wird.

Die Geschichte besteht aus einer Rahmen- und einer Visionssequenz, die in sehr unterschiedlichen Stilen ausgearbeitet sind. Die Rahmensequenz im titelgebenden Haus der Lügen, das Nihilus aufsucht, ist sehr grafisch und minimalistisch gehalten, während die Vision mit Aquarell-Graustufen gemalt ist.

Stellvertretend für die Rahmensequenz sei hier die erste Seite gezeigt:

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Die Vision sieht demgegenüber so aus wie das folgende Panel:

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Und wie in den beiden letzten INSEKTENWELT-Geschichten konnte ich auch in „Haus der Lügen“ wieder eine Reminiszenz an eine bekannte Comicgeschichte/einen berühmten britischen Comiczeichner unterbringen:

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Man klaut halt, wo man kann 😉

NIHILUS KINDER: DAS HAUS DER LÜGEN ist gerade in der 10ten Ausgabe von WHOA COMICS erschienen. Dem ein oder anderen Leser dürfte der Name schon ein Begriff sein, wurden doch doch auch schon die ersten vier Episoden meiner INSEKTENWELT veröffentlicht.

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Neben NIHILUS sind in dem Heft Geschichten enthalten von Andreas Butzbach, Kristina Gehrmann, Aljoscha Jelinek/Jo Lott (letzterer ist auch für das abgefahrene Cover verantwortlich) und Martin Zen/Chris Kohler.

Bestellen könnt Ihr WHOA COMICS 10 wie immer im Whoa-Shop 🙂

NIHILUS KINDER – neu gezeichnet

August 4, 2016

Bis vor wenigen Wochen hatte die Welt noch nichts von NIHILUS KINDER gesehen, weil mein 24h-Comic, in dem die titelgebende Persönlichkeit zum ersten Mal auftritt, hier und da nicht so richtig überzeugend geworden ist.

Und was den Autoren Christian maßgeblich an dem 24h-Comic störte, als ich ihm die Seiten zeigte, war NIHILUS.

Denn für dessen Erscheinung hatte ich während der 24 Stunden keine wirkliche Idee gehabt. Und die zu entwickeln dauerte auch nach dem 24h-Comic-Tag noch eine Weile, bis wir eine Gestalt gefunden hatten, die Christians Vorstellungen entsprach („sowas wie ne Mischung aus Destiny von Sandman und Darkseid“).

Weil ich nun demnächst wieder eine Kurzgeschichte mit NIHILUS zeichnen werde, für die ich mit Christian gerade schon die Scribbles austausche, hab ich die Szene aus dem 24h-Comic, in der NIHILUS ins Geschehen eingreift, einfach nochmal neu gezeichnet. Denn die vier Seiten gefielen mir beim 24h-Comic schon gut, weil so schön reduziert. 

Und mit der neuen Gestaltung von NIHILUS, auch von seinem ersten Kind, UND einem etwas ausgefuchsteren Lettering sind sie jetzt noch schöner geworden (wenn man von der unsauberen Arbeit und den Bleistiftstrichen absieht).

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NIHILUS KINDER – der 24h-Comic

Juli 18, 2016

Mein erster 24-Stunden-Comic von 2008 kann man getrost als gescheitert bezeichnen, der 2te 2009 war aber ein Erfolg. Und weil ich den Erfolg nicht einfach durch eine Wiederholung bestätigen, sondern den Schwierigkeitsgrad erhöhen wollte, hatte ich mir für den dritten 24h-Comic ein Script von Christian Hillman schreiben lassen.

Ich hatte allerdings unterschätzt, dass Christian im Vorfeld viel mehr Zeit zum Ausdenken hatte als ich für die Umsetzung, und so brachten mich Ortsbeschreibungen wie „in Jerusalem am einer Bushaltestelle“ direkt ganz schon zum Schwitzen. Man bedenke: ich hatte seinerzeit noch kein Smartfon und konnte nicht vor Ort recherchieren.

Naja, nach dem holprigen Anfang, der sich so ca. 3 Seiten zieht, hatte ich mich eingegroovt auf die Geschichte, und es entstanden die folgenden 10 Seiten:

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Hiernach leidet die Qualität der folgenden Seiten an meiner Müdigkeit und dem Alkoholkonsum. Außerdem taucht bald Nihilus auf, und der ist einer der Hauptgründe,  warum diese Seiten bisher noch keiner sah. Doch dazu demnächst mehr 🙂

Es wird ein Hase, 5 1/2 Jahre später…

Juni 24, 2016

Es war beim Internationalen Comic-Salon diesen Jahres, da wurde ich gefragt, ob ich meine „Es wird ein Hase“-Originale eigentlich verkaufe. Denn der Anfrager würde demnächst selbst Vater, seine Frau ist Fan meines Buches, und da würde er ihr gerne ein Original schenken wollen.

Dem musste ich eine Absage erteilen, denn ich hab seinerzeit die einzelnen Strips in am Ende drei Skizzenbücher gezeichnet. Da könnte ich natürlich die Seiten rausreißen, aber wer macht das schon gerne?

Stattdessen hab ich angeboten, den Strip neu zu zeichnen, und zwar derart, dass ich mir nur den betreffenden Tag habe sagen lassen. Dann bat ich Frau Hase, mir den Strip vorzulesen und ich setzte ihn dann um.

Es hilft natürlich, dass ich noch relativ viele Strips aus der Erinnerung abrufen kann und zudem mit Tag 173 einer der signifikanteren gewählt wurde. Trotzdem ist der Unterschied zwischen beiden Comics enorm, fünfeinhalb Jahre mehr Erfahrung (und ein größeres Format beim Zeichnen) sind deutlich zu sehen:

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Was mir aber bei der Arbeit an diesem „Auftrag“ aufgefallen ist: ich befinde mich gerade in der frustrierenden Phase des Schaffens, in der das, was ich auf Papier bringe, nicht mit dem übereinstimmen möchte, was ich mir eigentlich vorstelle. Statt mich über den offensichtlichen Fortschritt freuen zu können ärgere ich mich mehr über viele kleine Unzulänglichkeiten.

Das erinnerte mich daran, dass ich bei der großartigen Jenny Dolfen vor vielen Jahren mal eine interessante Grafik sah, die genau dieses Problem anschaulich macht:

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Diese Grafik hat Marc Dalessio erstellt (Übersetzung von mir), der Maler ist, aber natürlich als Künstler mit demselben Problem konfrontiert ist.

Die Idee ist folgende: Fehler zu sehen bzw. Unzulänglichkeiten zu erkennen und sich dahingehend zu verbessern entwickelt sich (naturgemäß) zeitversetzt, aber stetig steigend. Die eigene Wahrnehmung windet sich drumherum. Daraus resultieren solche Hochs, wie ich selbst ein extremes in Erlangen vor zwei Jahren erlebt habe. Oder im letzten Sommer, als ich an meinen INSEKTENWELT-Geschichten gearbeitet hab. Dann fließt die Arbeit, und die Ergebnisse stimmen zufrieden.

Aber es gibt eben auch diese Täler, in denen es halt gar nicht so richtig läuft. Wo das, was am Ende auf dem Papier steht, eben nicht dem entspricht, was ich dort gerne sehen würde.

Gott sei Dank gehen solche Phasen ja vorbei… Jenny schreibt sogar, dass man dazu nicht mal zeichnen muss und die Periode der Frustration einfach aussitzen kann.

Mal sehen. Vielleicht lese ich ja mal wieder ein Buch in der Zeit 😉

Der Comic-Salon Erlangen 2016 naht…

Mai 17, 2016

In etwas mehr als einer Woche öffnet der Internationale Comic-Salon in Erlangen wieder seine Tore.

Dieses Jahr werden wir erstmals seit Jahren nicht mit einem Stand der ALLIGATOR FARM vertreten sein. Und das, obwohl wir eigentlich 10jähriges Salon-Jubiläum feiern könnten, denn 2006 waren wir das erste Mal dort (der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an den Mann mit der Axt?). Doch die Arbeit an der neuesten PERRY-Geschichte hält noch an, so dass sich ein Stand schlicht nicht rentiert hätte.

Also werde ich mich dieses Jahr das erste Mal ohne heimeligen Rückzugsort ins Getümmel werfen. Trotzdem habe ich die ein oder andere Veröffentlichung am Start, und zwar diese hier:

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In WhoaComics bin ich nunmehr zum 4ten Mal in Folge mit einer Geschichte vertreten. In der etwas untergegangenen Ausgabe 4 erschien noch meine Dopey-Kurzgeschichte, die vor allem mit viel nackter Haut punkten kann (hier gab’s vor langer Zeit eine Vorschau dazu). Seit Ausgabe 5 veröffentlichen die Herren von PlemPlemProductions meine INSEKTENWELT-Kurzgeschichten. In der zum Salon erscheinenden Ausgabe 7 wird die dritte Episode enthalten sein, in der es Prinz Marian in den Termitenbau verschlägt. Die Geschichte hielt auch als Inspiration für das tolle Titelbild von Ines Korth her.

Ebenfalls eine INSEKTENWELT-Episode ist im neuesten JAZAM!-Band enthalten. Und hier das erste Mal vollfarbig und 8- statt 7-seitig. Der bisher umfangreichste Band der Reihe verspricht, mal wieder ein echtes Highlight zu werden.

Zu guter Letzt hab ich zum diesjährigen Comicgate-Magazin ein 12 Seiten langes Comic-Interview beigetragen, in dem ich mich mit Wittek über Lettering und Soundwords unterhalte. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Die weiteren Artikel versprechen auch wieder viel Informations- und Unterhaltungspotenzial. Auf comicgate.de kann das Büchlein schon vorbestellt werden, und zwar hier.

PlemPlemProductions findet Ihr an Stand 41, Comicgate wird wie üblich Stand 33 besetzen und JAZAM! hat wieder den Stand 38. An letzterem werde ich definitiv Donnerstag und Freitag jeweils eine Stunde signieren. Ansonsten werde ich sicherlich bei den anderen beiden Ständen auch mal anzutreffen sein. Oder auch mal bei Zwerchfell. Oder draußen…

ICH FREU MICH DRAUF!

Insektenwelt News 2016-04-19

April 19, 2016

Es ist schon längst abgeliefert und im Druck, aber ich hatte die letzten Tage einfach nur wenig Zeit, um hier die Neuigkeiten zu verbreiten: Die neueste Episode von INSEKTENWELT ist fertig koloriert und erscheint im kommenden JAZAM! Vol. 11.

Die Farben von Sunny-Ray sind toll geworden, es war eine wunderbare Zusammenarbeit. Und hier ist das erste Panel der ersten Seite (die ich ja schon letztens mal gezeigt hatte):

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Eine umfangreiche Leseprobe für das mit 320 Seiten bisher umfangreichste JAZAM! aller Zeiten gibt es bei mycomics.de –> siehe hier!

Und vorbestellt werden kann der Band auch schon, und zwar im JAZAM!-Shop.

Bereits erschienen ist WhoaComics #6, mit meiner zweiten INSEKTENWELT-Episode drin. Einblicke in die Ausgabe gewährt Editor Thorsten B. im Comicforum –> Link. Und bestellen könnt Ihr die Ausgabe, wie schon die vorherigen beiden Nummern mit Geschichten von mir, im WhoaShop.

Große Schatten wirft der Comicsalon Erlangen voraus, der Ende Mai stattfindet. Dort werde ich auch wieder vor Ort sein, mehr dazu dann im Mai 🙂

Insektenwelt – Episode 5

Februar 17, 2016

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Seit heute bin ich endlich fertig mit der fünften Episode von INSEKTENWELT. Und die erscheint nicht, wie die vier vorherigen, bei mycomics.de, sondern in der kommenden Ausgabe von JAZAM!.

Vol. 11 der Anthologie hat das Thema „Abenteuer“ und soll, anders als die vorhergehenden Bände, auch bedenkenlos an Kinder ausgegeben werden können. Also lag es für mich nah, einmal das Setting der INSEKTENWELT beizubehalten, und darin ein Kind zum Protagonisten zu machen.

Heute hab ich die SW-Daten der 8 Seiten zu Sunny-Ray geschickt, der sich bereit erklärt hat, die Geschichte bunt zu machen. Ich bin gespannt. Was Sunny so macht könnt Ihr Euch bei seinem Deviantart-Account angucken –> klick.

INSEKTENWELT – jetzt auch gedruckt!

November 19, 2015

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Bei Klick auf das Bild gelangt Ihr in den Whoashop, wo ihr das Heft direkt bestellen könnt 🙂

Links zu weiteren Werken der Beteiligten Künstler:

Polly –> Paranoid-Polly.tumblr.com
Ian M. –> squarecomix.tumblr.com
Sunny Ray –> sunny-x-ray.deviantart.com
Hannes Radke –> hannes-radke.com
Katrin Felder –> kfcomics.de

Insektenwelt – Episode 4

September 22, 2015

Was hat es lang gedauert, aber jetzt ist sie endlich da: seit heute bei mycomics.de zu lesen ist die vierte Episode von INSEKTENWELT.

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Viel Spaß beim Lesen: http://www.mycomics.de/comic/8674-insektenwelt-episode-4.html

Diesmal gibt’s wieder ein bißchen mehr Worldbuilding, außerdem hab ich Grundwerk gelegt für zukünftige Geschichten. Vor allem wird sich in den folgenden Episoden viel um Marians Bruder drehen und der Idee vom „größten Königreich aller Zeiten“, das in dieser 4ten Episode zum ersten Mal erwähnt wird. Mehr dazu aber dann, wie gesagt, in Zukunft.

Wann die nächste Episode erscheint ist erstmal schwer zu sagen. In nächster Zeit werde ich mich wieder verstärkt dem Großprojekt „APOKALYPSE“ zuwenden. Ich liebäugle aber mit einem kleinen INSEKTENWELT-Heftle zum nächsten Internationalen Comic-Salon Erlangen im nächsten Jahr. Mehr dann aber dazu, wenn’s konkret wird.

Hier sei auch noch erwähnt: INSEKTENWELT wird es demnächst auch in Print geben. Ab der kommenden Ausgabe der Anthologie „WHOA Comics“ werden die vier bisherigen Episoden dort abgedruckt. JUHU!

Und noch zum Schluß: Bei der jetzigen Episode hab ich, weil ich unglaubliche Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte zu finden, ganz dreist Panels aus einer Spirit-Geschichte von Will Eisner geklaut. Die dort geklauten Panels boten mir ein Sprungbrett, um darum die Geschichte zu erzählen, die mir vorschwebte. Den Vergleich der Panels von mir mit den Eisner-„Vorlagen“ könnt Ihr Euch hier angucken:

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Bis dann 🙂

Insektenwelt – wie eine Seite entsteht

August 27, 2015

Es ist Ende des Monats und die vierte Episode sollte eigentlich online sein. Das hat vor allem deshalb nicht geklappt, weil es doch deutlich zeitaufwändiger war, diese vorerst letzte Episode auf Papier zu bringen. Ich bin aber zuversichtlich, dass sie Anfang des kommenden Monats wie die letzten Episoden bei mycomics.de erscheint.

Bis dahin möchte ich hier mal zeigen, wie eine Seite INSEKTENWELT entsteht, und das am Beispiel der fünften Seite der zuletzt erschienenen dritten Geschichte.

Los geht’s, natürlich, mit dem Schreiben der Geschichte. Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich zu den geschriebenen Worten direkt Bilder zu Papier bringe, daher sieht das „Comics schreiben“ bei mir so aus:

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Diese Scribbles mache ich in ein A5-Skizzenbuch (Hahnemühle Bamboo), die Zeichnungen sind A6 groß mit ausreichend Raum drumherum, um im Zweifel auch ausführlichere Text-Ideen drumherum schreiben zu können.

Diese Scribbles mache ich für eine ganze Geschichte, bis ich mit dem Ablauf zufrieden bin. Dann nehme ich einen A4-Zeichenkarton (Hahnemühle Nostalgie) und zeichne mit einem blauen Buntstift grob die Geschichte vor. Die wird dann erstmal gelettert und mit Panelrahmen versehen:

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Als nächstes, man sieht es oben schon, zeichne ich mit mehr oder weniger sauberen Linien alles, was wichtig ist. Danach definiere ich die Schwarzflächen:

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Das wäre nun normalerweise der Stand, der eingescannt, blaugedruckt und getuscht würde. Da mir dafür aber das Equipment fehlt (und ich bisweilen leichtsinnig bin), tusche ich direkt auf die Bleistiftzeichnung, ohne eine Sicherheitskopie zu machen.

Vor dem Tuschen nehme ich einen Radierknet und rolle den einmal konsequent über die Seite rüber. Der Radierknet nimmt dabei das überschüssige Graphit vom Blatt ab, stehen bleibt ein leichtes Grau.

Alles Schwarze tusche ich nun mit Feder und Pinsel (wobei letzterer häufig nur zum Ausfüllen größerer schwarzer Flächen herangezogen wird):

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Man sieht: ich tusche nicht alles, was ich vorher bei der Bleistiftzeichnung „ausgemalt“ habe. Denn im nächsten, finalen manuellen Schritt nehme ich schwarze Aquarellfarbe und arbeite Graustufen in die Zeichnungen ein:

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Damit ist die Seite dann fertig und wird hochaufgelöst eingescannt.

Gescannt wird in RGB, damit ich die blauen Linien der Verzeichnung löschen kann. Dafür benutze ich den Kanalmixer von Photoshop, indem ich dort den Blau-Kanal anwähle und im ‚monochrom‘-Modus „Blau“ auf ‚0‘ setze. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die Vorzeichnungslinien zu löschen.

Das Ergebnis ist ein schwarzweißes Bild, in dem ich mit einer Gradationskurve den Kontrast anziehe, um Schwarz schwarz und Weiß weiß zu bekommen. Hier und da wird dann noch ein bißchen gepinselt, kleinere Fehler korrigiert.

Um nun noch ein bißchen Farbe in die ganze Sache zu bringen, ohne lange kolorieren zu müssen (was zeitlich nicht drin ist im Moment), färbe ich die Graustufen noch mit der selektiven Fatbkorrektur grün, und fertig ist der Lack:

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So, und nun wende ich mich wieder der vierten Episode zu. Die befindet sich aktuell im Stadium „Bleistiftlinien ohne Schwarzflächen“, also kann ich nächste Woche wieder Feder und Pinsel schwingen. Da freu ich mich schon drauf, mit der Tusche bekommt eine Zeichnung nochmal nen ganz anderen Look. Mehr dann, wenn die Story fertig ist.

Kleiner Lese-Tipp noch, der mich bei der Arbeit an der aktuellen Episode inspiriert hat: Seit kurzem erhältlich ist das neue Werk von Frank „Spong“ Plein, ‚Der Eigene Strich‘. Wie alle Bücher von Spong schon aufgrund der Sprache eine unterhaltsame Lektüre, kann man wie aus den meisten Ratgebern hier und da nützliche Hinweise und Ideen herausziehen. Kann man mal reinlesen 🙂 (hier bei Amazon bestellbar –> Link)