Großprojekt: DIE TOTEN

Jetzt ist der Comic schon seit Ende letzten Jahres auf dem Markt, und ich hab total aus den Augen verloren, 2 finale Doppelseiten zu präsentieren. Oh je. Das wird hier jetzt nachgeholt. Und zwar in seiner ganzen Schönheit: mit einem Klick auf die Bilder könnt Ihr Euch die vergrößerte Version angucken.

Um den Prozess nochmal in seiner Gänze nachvollziehbar zu machen, beginnen wir nochmal mit den Scribbles für die 2te und die 3te Seite der Geschiche (geschrieben von Andreas Völlinger):

Diese Scribbles hab ich relativ flott im Format DIN A5 gezeichnet. Basis war eine sehr grobe Vorzeichnung, die eigentlich nur aus Strichmännchen bestand und mit sehr hartem Bleistift gezeichnet war. Mit nem Fineliner hab ich dem ganzen dann grob Kontur gegeben und auch schonmal Platzhalter-Sprechblasen eingefügt.

Ich hatte von Anfang an geplant, den Comic komplett in einem recht starren 3zeiligem sowie 3spaltigem Raster zu gestalten. Und da ich von Andi schon ein fertiges Script bekommen habe, konnte ich hier schon sehr konkret werden, wie die reingezeichneten Seiten beweisen:

Hier hab ich gegenüber der Scribbles nur sehr kleine Korrekturen vorgenommen, wie zum Beispiel im 6ten Panel auf der linken Seite.

Man sieht, dass die Figuren insgesamt etwas deutlicher ausgezeichnet sind, der einfache Strich ist dem Ausmodelieren gewichen. Leider hat darunter bisweilen die Dynamik der einzelnen Panels gelitten. Die rechte Seite zum Beispiel gefällt mir in der Scribbleversion teilweise deutlich besser, was die Perspektive und Bewegung der Figuren angeht.

Format der oben gezeigten Zeichnungen ist A4. Die Tusche passierte dann auf A3:

Hier hab ich den Figuren nochmal den letzten Schliff gegeben und teilweise die Schatten nochmal etwas anders gesetzt. Im vorletzen Panel auf der rechten Seite hat das sogar ganz gut geklappt.

Den gleichen Vorgang gab’s natürlich bei allen Seiten auch, bei 3 Doppelseiten aber habe ich etwas anderes probiert. Zum Beispiel auf den Seiten 8 und 9:

Die Scribbles sind noch genauso vorgezeichnet wie die oben gezeigte Doppelseite. Auf dieser Seite, das wird wohl deutlich, findet viel Gespräch statt. Und um dem Leser dieses Gespräch etwas schöner für’s Auge zu präsentieren, versuchte ich, diesen 2 Seiten ein etwas anderes Gefühl zu geben als den vorhergehenden. Also führte ich das Gespräch über die gesamte Breite der Seiten:

Man sieht auch hier: die einzelnen Bilder, aus denen das Gespräch besteht, unterscheiden sich fast gar nicht von denen aus den Scribbles. Doch durch die horizontale Leserichtung über die gesamte Doppelseite wird eine deutlich ruhigere Atmosphäre vermittelt, die auch das Bedrückende der Situation etwas eindringlicher rüberbringt. Man könnte sagen, ich bremse den Lesefluß in der Situation bewusst.

Worüber ich schon sehr unterschiedliches Feedback bekommen habe.

Den Seitenaufbau hab ich dann natürlich bei der Tusche nicht nochmal geändert:

Hier darf ich auch nochmal eindringlich dazu einladen, den Text von Andi zu lesen. Er ist zwar viel, aber er fängt die Charaktere wunderbar ein.

Es war auf jeden Fall ein Spaß, mit ihm an der Geschichte gearbeitet zu haben. Natürlich auch mit Steven, der für die (hier nicht gezeigten) Farben verantwortlich war. IHR SEID DIE BESTEN, JUNGS!

Und vielen Dank an den Zwerchfell-Verlag, die diese Geschichte veröffentlich haben.

So. Kapitel zu.

Demnächst: für die Zeit nach „Es wird ein Hase“, was ja schon während der Arbeit an „DIE TOTEN“ begann, hab ich bereits eine Idee für eine Geschichte. Mal gucken, was sich daraus entwickelt…

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