In Progress – Februar 2011 – Ferkel und der Golem

Wird mal wieder Zeit für ein bißchen „Work in Progress“. Diesmal ein Gaststrip für Martin Rathschecks berühmte Figuren „Ferkel und der Golem“, die bekannterweise auf seinem Homepage-Blog www.crabcards.de erscheinen.

Natürlich wird hier nicht der komplette Strip gezeigt, wär ja witzlos. Also: das erste Panel… von 15. Bis zum finalen Bild werde ich den Beitrag hier immer aktualisieren, damit alles beisammen ist (letzte Aktualisierung: 11. Februar). Enjoy!

Schritt 1: die grobe Vorzeichnung, Format A4

Alles an seinem Platz, auch wenn bei dem einen oder anderen Strich nur ich wirklich weiß, was der da soll… manchmal aber auch das nicht. Arbeitsmaterial: Herlitz Skizzenblock, irgendein Bleistift zwischen HB und 2B.

Schritt 2: einscannen, etwas nachbearbeiten, blau ausdrucken, Panelrahmen und Sprechblasen zeichnen. Format auch hier: A4 (weil’s nachher für das Web gedacht ist. Für Druck natürlich größer.)

Gedruckt auf hochweißem 100gr-Papier. Hochweiß find ich eigentlich nicht so schön, weil’s blendet. Aber man muss ja das Licht nicht so hell machen. Und 100gr-Papier ist auch eigentlich ein bißchen dünn, aber ich hab’s in oben genannten Block eingeklebt. Dann passt das schon.
Arbeitsmaterial: Faber Castell PITT Artist Pen (M für die Panelrahmen, F für die Sprechblasen, S für’s Lettering)

Schritt 3: Line-Art

Jetzt wird dem ganzen ein bißchen Kontur gegeben.
Arbeitsmaterial: Feder Hunt 100 und Tusche

Schritt 4: Vorkolorierung

Obwohl die Tuschearbeit noch nicht abgeschlossen ist, kommt jetzt schon etwas Farbe ins Spiel: flächig werden Vorder- von Hintergrund getrennt, die Figuren kriegen ihre Grundfarbe.
Arbeitsmaterial: Photoshop.

Schritt 5: Tiefen

Relativ grob werden die Tiefen in dem Bild eingearbeitet. Das Augenmerk liegt dabei auf den Flächen, die vollschwarz sind bzw. eine recht grobe Struktur aufweisen (wie zum Beispiel beim Golem). Auch hierdurch wird der Vordergrund besser vom Hintergrund getrennt.
Arbeitsmaterial: Pentel Brush Pen

Schritt 6: Modulation

Details. Um den Formen etwas mehr Leben zu verleihen. Und Schraffuren, um Grauflächen zu erzeugen.
Die Tuschearbeit ist damit abgeschlossen.
Arbeitsmaterial: Feder Hunt 100, Tusche, Faber Castell PITT Artist Pens in verschiedenen Stärken.

Schritt 7: Mehr Farben!

Um dem ganzen Chaos etwas mehr Struktur zu geben kommen unterschiedliche Farben ins Spiel.
Arbeitsmaterial: Adobe Photoshop

Schritt 8: Finalisierung

Im letzten Schritt werden die einzelnen Objekte nochmal ein bißchen ausmodeliert. Der für mich diesbezüglich unkomplizierteste Weg ist der folgende: in Photoshop als oberste (Farb-)Ebene (also unter der Tusche) wird eine Ebene mit neutralem Grau angelegt, die auf ‚Ineinanderkopieren‘ steht. Auf dieser Ebene kann man jetzt mit Schwarz und Weiß Tiefen und Lichter herausarbeiten. Zum Schluß hab ich die Sättigung noch ein bißchen zurückgenommen und das ganze Bild aufgehellt. Fertig.
Arbeitsmaterial: Photoshop

Das war’s. Das Ergebnis gibt’s natürlich dann zu sehen, wenn der Gaststrip bei crabcards.de erscheint. Wann das allerdings ist, weiß ich erst, wenn Martin das weiß. Und das hängt wiederum von jazam.de ab. Irrungen und Wirrungen.

UPDATE: seit heute ist der Jubel-Strip auf Martin Rathscheck’s Blog zu sehen (Link). Und so sieht das Ergebnis im ganzen aus (zum ‚In groß Angucken‘ müsst Ihr natürlich seinen Blog besuchen):

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4 Antworten to “In Progress – Februar 2011 – Ferkel und der Golem”

  1. ferkel & der golem – jubiläum! gastbeitrag von till felix Says:

    […] gaststrip. eine lovestory! seufz! auch hier wieder: ein herzliches dankeschöin an till felix. hier kann man außerdem schön sehen, wie der herr das so macht, mit dem […]

  2. Philipp Says:

    Ich liebe einfach WIPs. Da kann man so herrlich viel von lernen.
    Warum springst du eigentlich zwischen Feder zu Photoshop und zurück?

    Und: was hat es mit der Feder Hunt 100 auf sich?

  3. tillfelix Says:

    Den Sprung zwischen der Federzeichnung und der Photoshop-Kolorierung und zurück kam daher, dass ich die Vorkolorierung schon aufgrund der noch nicht ganz fertigen getuschten Seite gemacht hab. Mach ich normalerweise nicht so, bot sich aber an, um keine Zeit zu verlieren. In der Regel mach ich die Tusche erst fertig und fang dann mit der Kolorierung an.

    Mit der Feder hat’s nichts spezielles auf sich. Ist halt eine gute Feder, mit der man sehr fein arbeiten kann, die es aber auch abkann, wenn man sie richtig spreizt.

  4. Philipp Says:

    Sorry für späte Antwort. Was meinst du mit abkann, wenn man sie richtig spreizt? Meine macht einen immer breiteren Strich, bis dann schnell die Tinte alle ist und ich zwei dünne parallelen habe.

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