Urlaubstagebuch 2009, Teil III

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Heute geht’s zur Touristenhochburg von Rhodos: Faliraki.

Vor Jahren noch ein kleines Nest mit 3 Fischerhütten haben aber die Touris die Ecke für sich entdeckt. Denn: Es gibt hier einen der wenigen Sandstrände auf Rhodos. Dadurch entwickelte sich das einst beschauliche Kaff in das „Las Vegas von Rhodos“.

Das wollten wir uns mal angucken. Und ohne vorher gefrühstückt zu haben, da wir die Frühstückszeit verpennt hatten, warteten wir auf den Bus.

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So sieht eine Bushaltestelle auf Rhodos aus: eine kleine beschauliche Holzhütte am Straßenrand. Und das ist komfortabel, denn an vielen „Haltestellen“ steht maximal ein Schild mit der Aufschrift „Bus Stop“. Gerne auch an vielbefahrenen, 4spurigen Verbindungsstraßen ohne irgendwelche Gebäude in Sichtweite (selbst gesehen, echt unglaublich).

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Im Bus stellte sich sofort ein heimatliches Gefühl ein. Warum? Schaut auf die Schilder, extra vergrößert. Hierbei handelt es wohl um einen in Deutschland ausgemusterten Linienbus, der kurzerhand auf Rhodos sein neues Einsatzgebiet fand. Witzig, irgendwie.

Auf der Fahrt von Faliraki fährt man eine traumhafte Küstenstraße lang, vorbei an unberührter Natur. Aber auch vorbei an verdammt vielen und teilweise gewaltigen Hotels.

In Faliraki empfängt die Bus-Aussteiger an der Endstation dieser Platz und diese Statue:

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Weiß man gleich Bescheid, was hier Thema ist. Wenn man sich aber umgeschaut hat, fiel einem gleich die eher mangelnde Betriebsamkeit auf. Für ’ne Touristenhochburg war es doch überraschend ruhig, nur wenige Leute unterwegs.

Umso mehr konnte man sich unbehelligt in der Gegend umschauen. Dabei fiel bald folgende Kuriosität ins Auge:

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Pizza Hut und KFC in einem Gebäude. Das finden die Touris toll. Dürfen sich aber nur im unteren, schon komplett fertigen Stockwerk aufhalten. Die Toiletten sind, wenn man von dem KFC hier in Hamburg auf den KFC auf Rhodos schließen darf, im zweiten Stock und noch nicht ganz fertig. Also besser auf Getränke verzichten…

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Direkt gegenüber dann aber der Grund für die überdurchschnittlich gestiegene Einwohnerzahl der letzten Jahrzehnte: Der für rhodische Verhältnisse feine Sandstrand. Aber auch der war, wie man hier sieht, nicht wirklich stark belegt. Für Hauptsaison ziemlich mau, zumal diverse Reiseführer davor warnten, dass man hier über ganze Menschenfleischberge steigen müsste, um ans Wasser zu kommen. Keine Spur davon, nix.

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Und auch in den „Einkaufsstraßen“ war nicht viel los. Aber hier sieht man es: Es gibt nicht viele „normale“ Geschäfte. Pubs, Restaurants, Touristenfallen mit allem möglichem Kram wie folgender Laden (mit einem passenden Namen):

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Darüber hinaus gab es aber auch durchaus lustige Bauwerke wie das folgende:

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Hier durfte sich ein Architekt mal richtig austoben. Und der Skulpteur hat sicherlich auch seinen Spaß gehabt. Erinnert ein bißchen an Familie Feuerstein? Abwarten. Interessant übrigens auch die schmückende Giraffe im 2ten Obergeschoss, auch wenn die nicht richtig ins Bild passen mag.

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Wie schon erwähnt: Eigentlich soll Faliraki eine einzige Party sein, auch wenn die wenigen Menschen das nicht wirklich andeuteten. Dass dieses kleine Örtchen aber etwas verrückt ist, zeigt das Schild oben, vor allem der letzte Hinweis. XMas? Im Juni? Hohoho!

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Wie überall auf Rhodos wuchern aber auch in Faliraki die Palmen, Bäume und bunten Blumen. Die sind schon schön, solche Ecken.

An einem Kiosk stehen hab ich dann noch folgende Blume entdeckt, die mir bisher keiner identifizieren konnte:

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Bei diesen ledrigen Blättern handelt es sich wohl um die Blüte des Gewächses. Sieht schon irgendwie… ausserirdisch aus.

Auf dem Weg aus Faliraki heraus kamen wir dann nochmal an folgender Bowlingbahn-Heimat vorbei, die zum Schmunzeln anregt.

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Wieder in dieser Steinoptik, aber diesmal auch noch richtig benamt und den passenden Spruch oben ans Dach geschrieben. Da fragt man sich doch: Bowlen die dort auch mit Felsen?

Als wir an den letzten Häuschen Falirakis vorbeikamen und zur Bushaltestelle gingen (die wir, wenn nicht das Lektorat den richtigen Hinweis gegeben hätte, fast verpasst hätten, weil dort diesmal tatsächlich kein Häuschen und nur ein sehr unauffällig platziertes Schild stand), passierten wir einen Alkoholdiscount, den wir prompt betraten. Sofort bekamen wir einen kleinen Becher Hochprozentigen in die Hand gedrückt, der nach Ouzo mit Kaffee schmeckte. Als Ouzo-Fan, der ich bin, war ich dann auch besonders von diesem Regal beeindruckt:

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Lecker.

Konnte mich aber leider nicht durchprobieren, denn die Zeit drängte: Der Bus kam bald.

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Und dann ging’s auch schon wieder Richtung Hotel. Hier sieht man nochmal die etwas trostlose Straße, die links Richtung Faliraki „Stadtkern“ führt. Was mich aber besonders begeisterte war der große Fels im Hintergrund. Den wollte ich unbedingt nochmal besteigen, zumal dahinter doch direkt unser Hotel liegen musste. Was sich später, zum Glück NICHT zu Fuß, als Trugschluss herausstellte. Wär ein ganz schöner Marsch geworden, und das in der Mittagshitze.

Nun ja.

In Faliraki sind noch 2 Motive entstanden, die ich noch zeigen wollte. Zum einen ein Bild, welches mir als Mediengestalter bitter aufstößt, weil ich für so ein Composing hier in D keinen Blumentopf bekommen würde:

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Man achte auf die Reihe Flaschen unter dem Schriftzug „Draught Beer“ und die unterschiedlichen Perspektiven. Yay!

Und dann gab’s da noch diesen Aufruf, hinter einer Telefonzelle klebend:

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Ich wollte mich melden, bis ich zum dem Satz „you are female“ kam. Schade.

Morgen berichte ich von meinem kleinen Trip zu den Thermen von Kallithea und dem kleinen Querfeldeinspaziergang, den ich dorthin unternahm.

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