So passiert’s…

Mancher mag sich dran erinnern: Wittek rief im Spätsommer letzten Jahres zur Neuauflage von „Zeichnersex“ auf. Diesmal war das Thema allerdings „HORRORMANGA im Bräustüberl“, vor dem Hintergrund, dass die an dem Abend ersonnenen Geschichten in einer neuen Comic-Anthologie erscheinen sollten.

Viele Zeichner waren dabei, es war ein lustiger Abend. Und die Ideen sprudelten.

Mein Comic ist jetzt fertig, und jetzt gibt’s einen kleinen Einblick, wie eine Comicseite bei mir entsteht. Los geht’s natürlich mit den Vorzeichnungen:

horrormanga how to Teil 1
Hierzu ist festzuhalten: die Vorzeichnung für die gesamten 5 Seiten meiner Kurzgeschichte sind an dem besagten Abend entstanden. Da sie aber aufgrund steigendem Pegels zum Ende ziemlich rätselhaft aussahen, musste ich später nochmal rüberarbeiten. Die hier gezeigten Zeichnungen sind solche Überarbeitungen, wo ich noch ein bißchen was für die Atmosphäre und das Charakterdesign getan hab.
Das Lettering in den unteren Panels hab ich danach mit dem PC eingefügt, bevor ich genau diese Zeichnungen in Blau auf Tuschekarton gedruckt hab.

horrormanga how to teil 2

Aufgrund dieser blauen Drucke werden erstmal die Panelrahmen fixiert. Außerdem nutze ich in diesem Step nochmal die Gunst, Verschiedenes auf der Seite nochmal mit Bleistiftlinien zu fixieren. Das gibt mir ein Stück weit Sicherheit für die kommende Aufgabe: das Inking.

horrormanga how to teil 3

Hier hab ich mich mit dem Tuschestift ordentlich ausgetobt. Immer wieder krieg ich zu hören, dass der Stift (Pentel Color Brush Schwarz) weit gegen echt gute Pinsel abstinkt, und ich komme langsam auch dahinter, dass er Schwächen hat. Aber ich bin in dieser Hinsicht noch zu gemütlich. Im Nachhinein hab ich mit einem Set Stifte von Faber-Castell (PITT artist pens) noch ein paar Schraffuren hineingearbeitet.

Diese getuschten Seiten hab ich eingescannt und die Typo wieder mit dem PC eingebaut. Ebenfalls am PC kam dann zum Schluss die Veredelung der Seite:

horrormanga how-to teil 4

Was meiner Meinung nach nicht fehlen darf auf einer Manga-Seite: Rasterfolie. Leider kein echtes Letraset, ist zu teuer. Diese Halbtonraster hab ich gemütlich per Photoshop erstellt.
Außerdem hier zu sehen: der große Kenichi Kusano hat sich bereiterklärt, den Titel meiner Geschichte auf japanisch zu übersetzen. Natürlich nicht wortwörtlich, aber er hat ihn an ein japanisches Sprichwort angelehnt.
Die Hintergrundstruktur soll mitgedruckt werden. Der Gedanke dahinter ist: ich hab mal aufgeschnappt, dass Manga in Japan auf billigem Papier gedruckt werden, „fast wie Klopapier.“ Ist natürlich Quatsch, aber inspirierte mich zum Einscannen des Schulklopapiers, was ich dann hinter die Zeichnungen montiert hab.

So, das war’s erstmal wieder. Jetzt muss ich mich erstmal meiner Zwischenprüfung widmen, aber danach geht’s weiter mit Comics. Für PERRY muss weiter Material entstehen, und ein Kalendermotiv steht auch noch an.

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