Im Comic gibt’s Krieg

Gestern gelesen: WORLD WAR III aus dem Hause DC. Eine Miniserie, die sich aus der bis dato sehr schönen, wöchentlichen Serie 52 entwickelt hat und allein dem Zweck diente, den Status Quo aller anderen DC-Serien mit dem Signet „One Year Later“ gerecht zu werden.
Für diejenigen, die mit dem obrigen Satz nichts anfangen können, sei kurz rekapituliert: Vor ca. einem Jahr passierte bei DC, einem us-amerikanischen Comicgroßverlag, ein Event, das INFINITE CRISIS hieß. Es war eines jener Großevents, bei dem alle Helden gemeinsam für ein Ziel kämpfen, in dem Fall die verrückten Alexander Luthor und Superboy daran zu hindern, die Erde zu zerstören. Als die INFINITE CRISIS zuende war, entschied man sich bei DC dafür, alle Serien in der Kontinuität ein Jahr nach vorn springen zu lassen und dieses „verlorene“ Jahr im Rahmen einer wöchentlichen, über ein ganzes Jahr erscheinenden Serie mit dem Titel 52 zu erzählen.
Nun kam es, dass die Serie sich, auch dank 4 großartiger Autoren, anders entwickelte, als man vorher geplant hatte. Besser, womöglich. Allerdings gingen dabei die Pläne, die Entwicklungen aller Helden in diesem einem Jahr zu zeigen, etwas unter. Stattdessen servierten uns die Autoren Geschichten um 6-8 Hauptcharaktere und verfolgten deren Entwicklungen in dem Jahr. Einer dieser Charaktere ist Black Adam, seines Zeichens mächtiger, gottgleicher Herrscher über Kahndaq.
Nach anfänglichen, sehr harmonischen Geschichten über eine Hochzeit, den Aufbau einer Familie etc. schrieben die Autoren über den Tod derselben und ließen Black Adam, mit all seiner Macht, durchdrehen. Das war, wie viele andere Storylines um die Charaktere in 52, sehr gut gemacht und nachvollziehbar. So auch seine Rachegedanken, die nun zu WORLD WAR III führten.
Dieser wurde schon in 52 #50 sehr eindrucksvoll geschildert, und so waren meine Hoffnungen auf die Miniserie recht groß, dass ich auch hier tolle Geschichten kaufe. Leider wurde ich aber enttäuscht, denn WORLD WAR III ist recht fades Beimaterial. Das gilt allerdings erstmal nicht allgemein, denn es werden durchaus die meisten Helden zum Status Quo der „One Year Later“-Serien geführt… wenn auch nur auf teilweise wenigen Seiten. Für denjenigen, der also alle erdenklichen Superhelden-Serien aus dem Hause DC liest, ist WWIII interessant. Für mich, der sich eben nur auf 52 beschränkt, weil ich mir einfach nicht leisten kann, alles zu lesen, hätte 52 #50 vollkommen ausgereicht. Zumal hier ein grandioser Justiniano tolle Zeichnungen abliefert, die das Heft zu einem absoluten Genuss machen. Das kann man bei allen vier WWIII Heften nicht unbedingt behaupten.

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