Archiv für Juli 2009

Urlaubstagebuch Rhodos 2009

Juli 26, 2009

Für alle, die’s noch nicht mitbekommen haben: ich hab im Juni diesen Jahres eine Woche Urlaub auf Rhodos verbracht, die ich in einem kleinen Urlaubsbericht mit vielen Bildern aufgearbeitet hab. Der heißt:

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Teil 1 – die Hinreise und erste Eindrücke von Rhodos

Teil 2 – mit Einblicken in unser Hotel „Kresten Palace“

Teil 3 – ein Besuch in der Touristenhochburg Faliraki

Teil 4 – ein Querfeldeintrip nach Kallithea

Teil 5 – Rhodos Stadt

Teil 6 – Zeichnungen, die auf Rhodos entstanden sind

Teil 7 – die katastrophale Rückreise

Und im Comicforum hab ich die zuletzt von mir gelesenen Comics bewertet. Das könnt Ihr hier, hier, hier und hier nachlesen. Sind ein paar echte Perlen dabei.

Urlaubstagebuch VII

Juli 24, 2009

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Heute gibt’s, verspätet, den letzten Teil des Reiseberichts von unserem Urlaub auf Rhodos, in dem noch kurz die Ereignisse des Rückreisetags beleuchtet werden sollen. Denn so schön die Woche auf der Insel gewesen ist, so chaotisch war die Heimreise.

Alles begann, wie schon in Teil V beschrieben, mit einem Schreiben der Reisegesellschaft am Abend vorher. Dort wurden wir darauf hingewiesen, dass unser Abflug auf ca. 13:30 Uhr verschoben wurde (statt 10:40 Uhr), weil in Griechenland die Fluglotsen streiken würden. Was bei uns spontane Freude ausgelöst hat, denn wir hätten um 06:10 Uhr abgeholt werden sollen und damit das Frühstück verpasst. So konnten wir also ein bißchen länger schlafen, gemütlich was essen und warteten dann um 10:30 auf den Bus.

Der hatte uns ja auf der Hinreise als erstes abgesetzt und sammelte uns jetzt entsprechend als letztes ein. Das gefiel. Sollte aber das letzte Mal an diesem Tag sein, dass irgendwas Organisatorisches reibungslos verlief.

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Auf der Fahrt sahen wir dann nochmal ein bißchen was von der Insel, hier zum Beispiel ein weiteres Zeichen dafür, dass die Johanniter die Insel besetzt hatten. Prinzipiell bin ich aber nicht böse, dass wir nicht weiter auf der Insel rumgefahren sind. Denn, von einigen Ecken abgesehen, sieht man doch nur viel Fels.

Am Flughafen angekommen bereitete uns eine Dame von unserer Fluggesellschaft dann schon im Bus auf das uns erwartende Chaos im Flughafengebäude vor: so ein Fluglotsenstreik von 3 Stunden Länge wirbelt ne Menge durcheinander, und jetzt würde es bald wieder losgehen, und die Flieger gehen dann im Minutentakt und so weiter. Im Gebäude aber erstmal:

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Schlange stehen auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle. Ein gefühlter Kilometer.

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Vorher hatten wir mit Fluggästen nach München zusammen eingecheckt. Eigentlich sollten wir uns hinter die Münchner stellen, diesen Hinweis haben wir aber geflissentlich missachtet. Was uns später in Hamburg nochmal Fracksausen bescherte, dazu aber unten mehr.

Nach der Sicherheitskontrolle befiel mich spontan eine gewisse Müdigkeit, als ich auf den Abflugzeiten-Monitor schaute:

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Statt, wie angekündigt, 13:30 sollte unser Rückflug nun um 18:30 starten. Yay!

Wir richteten uns also mit vielen anderen Fluggästen in der Wartehalle ein und versuchten, irgendwie die Zeit totzuschlagen. Immer mal wieder mit einem Blick nach draußen, ob sich auf dem Rollfeld was tut.

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Zwischendurch waren wir im Duty-Free-Shop, in dem wir uns mit Ouzo eindeckten (einen mussten wir leider zweimal kaufen, weil ich ihn fallen ließ), und liefen ein bißchen auf dem Flughafen rum. Von allen Flughäfen dieser Welt ist der von Rhodos aber einer der langweiligsten. Es gibt nichtmal einen Zeitschriften-Shop in der Wartehalle, dabei hätte ich echt nochmal gerne in griechische Comics reingeschaut. Sehr schade.

Plötzlich und ziemlich kurzfristig wurde dann unser Rückflug auf 15:30 terminiert, und sehr kurz davor bekamen wir Bescheid, an Bord gehen zu dürfen. Kurz vor dem Betreten des Flugzeugs holte ich nochmal letzte Impressionen von Rhodos ein:

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An Bord bekamen wir dann gesagt, dass diesen kurzfristigen Bescheid nicht alle Fluggäste mitbekommen hatten: 2 Passagiere, die Gepäck aufgegeben hatten, saßen nicht im Flugzeug. Das geht natürlich nicht, deswegen musste das Gepäck dieser beiden wieder aus dem Flugzeug entfernt werden. Das dauerte. Außerdem war der Luftraum über Griechenland total überfüllt, denn es wurde ja nicht nur auf Rhodos gestreikt, sondern in ganz Griechenland. Also stand unser Flugzeug noch ca. eine halbe Stunde auf dem Rollfeld, wartend auf grünes Licht bzw. eine Lücke im Luftraum, in die es starten durfte. Was dann aber irgendwann passierte, und so flogen wir dann wieder gen Hamburg.

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In Hamburg angekommen empfing uns ein Wetter, das wir auf Rhodos schon vergessen hatten: Regen. Sogleich bekam man wieder das Gefühl zuhause zu sein, gleichzeitig glaubte ich, dass jetzt ja nichts mehr schiefgehen kann. Das stellte sich aber als Trugschluss heraus.

Denn bei der Kofferausgabe warteten wir abermals an diesem Tag ungewöhnlich lang. Auf Rhodos am Hinreise-Tag ging diese ja recht schnell, in Hamburg warteten wir ewig, bis das Förderband loslief, nochmal ewig, bis die ersten Koffer kamen. Und bei diesen ersten paar Koffern blieb es dann auch erstmal. Die wurden größtenteils weggenommen und eine Handvoll Leute ging dann auch schon, aber die anderen Passagiere (auch wir) warteten weiter auf unsere Koffer. Währenddessen drehte ein einziger Koffer auf dem Laufband seine Runden, und bei einem Blick auf das Etikett dieses Koffers wurde mir mulmig: auf dem grünen Flughafenetikett stand in großen Lettern „MUC“. München.

Hatten wir nicht mit Münchnern eingecheckt? Ist durch den Streik auf Rhodos Gepäck vertauscht worden? Sind unsere Koffer nach München geflogen?

Eine halbe Stunde verging, in der einsam und allein der Münchner Koffer seine Runden drehte. Also noch ein bißchen die Halle fotografiert:

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Zu unserer großen Erleichterung erledigten sich unsere schlimmsten Befürchtungen aber dann und unsere Koffer kamen doch noch. Und schlagartig nach dem Abfallen dieser letzten Sorge machte sich eine enorme Trägheit breit, denn schlauchend war der Tag allemal. Also machten wir uns auf dem Weg nach Hause, vorbei an scheinbar besitzerlosem Gepäck:

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Unterm Strich war es ein toller Urlaub, auch wenn er am Ende nochmal ein bißchen nervenaufreibend war. Und eine Woche war genau die richtige Länge, mehr hätte es für mich auch nicht sein müssen.

Ich kann auf jeden Fall guten Gewissens jedem, der günstig nach Rhodos fliegen kann, ans Herz legen, diese Gelegenheit wahrzunehmen. Und ich hoffe, dass mein Reisebericht ein bißchen inspirierend gewesen ist.

Danke für’s mitlesen.

Round 2 is on!

Juli 23, 2009

Runde 2 des Comicforum Artbattle ist online, und es ist, wie ich vermutet hatte, sauschwer. Ich bin nicht wirklich sicher, ob ich mich gegen AYBABTU durchsetzen kann. Hier könnt Ihr den Kampf verfolgen.

Und hier ist mein Teil des Duells:

tillfelix_artb09_rd2Die Schwäche im Abschluss wurde auch schon im oben angeführten Link angemeckert, derer bin ich mir bewusst. Aber wie, bitte, soll man ein schwarzes Quadrat besiegen?

Die anderen Duelle möchte ich natürlich auch niemandem vorenthalten: Manfred Kooistra duelliert sich mit Jolly Rotten (hier) und Arne S. Reismüller mit CF-User Langer_Arm (hier). Ausstehend ist noch das Duell Adrian vom Baur vs. CF-User $phin2x, die kommen noch.

Mal gucken, wie’s ausgeht.

Artbattle Runde 2 – heute abend geht’s los!

Juli 22, 2009

Jaja, ich weiß. Es fehlt eigentlich noch ein Teil für den Urlaubsbericht, nämlich der schon im ersten Teil beschriebene katastrophale Rückreisetag. Aber ich komme im Moment einfach nicht dazu, vor allem wegen viel Arbeit, auch aber wegen dem Artbattle.

Wobei auch der unter der vielen Arbeit zu leiden hatte, weswegen diesmal nicht mit einer so ausgearbeiteten Seite wie der ersten zu rechnen ist. Sorry. Doch trotzdem glaube ich, dass mein Gescribbel konkurrenzfähig ist. Das wird allerdings erst der Battle an sich zeigen, denn mein Gegner ist ja auch kein schlechter. Mal sehen.

Hier auf jeden Fall schon mal ein kleiner Teaser für meinen Battle, wieder die erste Zeile (wie schon beim letzten Mal):

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Heute abend geht’s wieder los. Und ich bin wieder sehr gespannt.

Urlaubstagebuch VI

Juli 20, 2009

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Die ein oder andere Zeichnung hatte ich ja angekündigt, bevor ich nach Rhodos geflogen bin. Vorgenommen hatte ich mir viel, gemessen an der vielen Zeit hab ich aber ziemlich wenig gezeichnet.

Trotzdem natürlich hier die 3 vorzeigbaren Illustrationen, die auf dem Weg nach und auf Rhodos entstanden sind:

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Entstanden auf dem Weg nach Rhodos: der Innenraum des Flugzeugs.

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Ein Bild vom zweiten Tag auf Rhodos, an dem wir uns schon einigermaßen akklimatisiert hatten. Warm war’s trotzdem.

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Und die Poollandschaft, im Hintergrund das Hotel.

Urlaubstagebuch 2009, Teil V

Juli 18, 2009

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Am vorletzten Tag unseres Rhodos-Aufenthaltes haben wir uns nochmal die Hauptstadt der Insel angeschaut: Rhodos Stadt, eine alte Ritterstadt, in deren Stadtkern noch der Flair von mittelalterlicher Bauweise zu spüren ist, wie es seitens Reiseführer hieß.

Das hat den historischen Hintergrund, dass Rhodos nämlich ein heißumkämpftes Eiland war, auf dass die Griechen, aber auch die Römer, Byzantiner und die (geografisch näher liegenden) Osmanen Anspruch erhoben. Im ersten Kreuzzug eroberte der Johanniter-Orden die Insel und befestigten vor allem Rhodos gegen die muslimischen Angriffe. Dazu wurde eine gewaltige Stadtmauer und mannigfaltige Abwehrmöglichkeiten um den alten Stadtkern gebaut, die alle heute noch stehen. Die Altstadt gehört schon lange zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Und war da nicht auch mal das Weltwunder „Koloss von Rhodos“?

Es gab viel herauszufinden.

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Natürlich ist Rhodos Stadt mittlerweile deutlich über die oben erwähnte Stadtmauer hinausgewachsen, und auch hier findet sich sehr schöne Architektur, die stark osmanische Züge aufweist (bilde ich mir zumindest ein). Das verwundert insofern nicht, weil der Einfluss der Osmanen natürlich ob der räumlichen Nähe nicht wegzudiskutieren ist. Was sich übrigens auch auf’s Essen niederschlägt, das auf Rhodos noch ein bißchen anders sein soll als typisch griechisch.

Aber nicht abschweifen, hinein geht’s in die Altstadt.

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Erste sehr alte Gemäuer lassen schon vor der Stadtmauer erahnen, was für ein Baustil uns in der Altstadt erwarten sollte.

In die Altstadt hinein kam man nur durch eines von 16 Stadttoren, die so aussehen:

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Man bekommt gleich einen guten Eindruck der Höhe der Stadtmauer. Jetzt muss man noch dazu wissen, dass ich mich gerade auf einer ca. 20 Meter langen Brücke befand, und dass diese Brücke über einen ebenso langen und bestimmt 5 Meter tiefen Graben führte. Da geht mir dann schon ziemlich schnell die Phantasie aus, wie man diese Festung erobern sollte. Aber wir kamen ja auch so rein.

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Direkt hinter der Stadtmauer konnte man dann schon die ersten Höfe einblicken und natürlich die alten Gemäuer. Es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre, wie man vielleicht erahnen kann.

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In einem der oben schon gesehenen Kübel fläzte dann auch sehr relaxt eine Katze rum (eventuelle Ähnlichkeiten mit historischen Persönlichkeiten sind ihr sicher nicht bewusst). Nicht die erste, die wir sahen, und beileibe nicht die letzte. Streunende Katzen gibt es in Rhodos Altstadt unglaublich viele, an jeder Ecke liegt eine rum und döst. Das war wohl eine Zeitlang für die Rhodianer und vor allem die Touris ein Problem, mittlerweile werden die Straßentiger einfach als Inventar akzeptiert. Nur anfassen soll man sie nicht.

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Auch die Altstadt hatte natürlich eine Touri-Meile, wobei ich hier positiv überrascht war. Sicher, es gab viele Läden dieser Art, aber so richtig genervt hat das nur in dieser einen Straße.

Nein, Moment. Richtig genervt haben die Restaurantbetreiber, die einen beim Vorbeigehen angequatscht haben und uns an ihren Tisch „gebeten“ haben. Teilweise sehr aggressiv und fast beleidigend. Also haben wir uns in die Seitengassen verzogen. Dort fand man manch nettes Plätzchen, wie zum Beispiel das folgende:

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Eine Taverne ohne Fenster. Öhm…

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Beim Seitenstraßen-Hopping kamen wir natürlich immer wieder auf die „Fußgängerzone“ zurück, die hier an einem faszinierenden Gebäude vorbeiführt. Ein Leuchtturm? Passen würd’s, der Hafen ist in Sichtweite.

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Ein weiterer Turm, der sogenannte Rojol. Der einzige Uhrenturm der Altstadt.

urlaub09_rhodos-stadt_10Nochmal derselbe Turm, andere Ansicht. Außerdem sieht man auf diesem Foto deutlich: Wolken am Himmel. Das ist deswegen eine Erwähnung wert, weil sonst kaum Wolken über Rhodos zogen. Aber das hab ich schon mal angedeutet, oder?

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Die gesamte Altstadt ist übrigens noch bewohnt, ca. 6.000 Menschen leben noch in den alten mittelalterlichen Gebäuden.

Wir entfernten uns dann ein bißchen weiter von den vielen Menschen und drückten uns durch die engen Gässchen Richtung Norden. Warum Richtung Norden? Naja… immer der Nase nach halt.

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Fortbewegungsmittel Nummer 1 ist übrigens, und deswegen steht er hier auf diesem Bild nicht das erste Mal dekorativ in der Gegend rum, der Motorroller. Rhodianer aller Altersklassen knattern mit solchen Rollern aller Altersklassen durch die Gassen der Altstadt, überall hört man das Geröhre oder muss zur Seite hüpfen und Platz machen.

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Eine weitere Gasse.

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Idyll zu Mittag mit den letzten Schatten, bevor zwischen 14 und 16 Uhr die Sonne senkrecht über Rhodos steht und runterbrennt. Wer genau hinguckt findet 3 Katzen. Wie gesagt, sie sind überall.

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Zugang zum Altstadt-Theater. Etwas trostlos, aber wer will zur Mittagszeit auch ins Theater gehen? Abends tobt hier bestimmt der Bär.

urlaub09_rhodos-stadt_18Und dann standen wir plötzlich und unerwartet an der Stadtmauer. Die sind wir dann weiter entlanggelaufen, denn wir wollten uns auf jeden Fall nochmal den Großmeisterpalast anschauen, zumindest von außen.

Der Großmeisterpalast liegt auf einem Hügel in der Altstadt und ist ein riesiger Klotz, den die Johanniter sich damals selbst gebaut haben.

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Hier sieht man, finde ich, sehr schön den Charme der Altstadt von Rhodos: Gewaltige Befestigungen, die eine gewisse Uneinnehmbarkeit ausstrahlen. Und gleichzeitig entspannte Gemütlichkeit beim Sitzen im Grünen. Ich weiß nicht, wie’s Euch geht, aber auf mich wirkt das beeindruckend.

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Zwischen 2 Mauerabschnitten steht dieser Baum. Der ist nicht nur interessant, weil er auf festem Untergrund steht (und damit ist nicht feste Erde gemeint, sondern fester Stein), sondern auch wegen der kugelrunden Felsen, die unter ihm und um ihn herum liegen. Kunst?

Würde insofern passen, weil direkt eine von Künstlern besetzte Straße daneben liegt:

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The Trees Have Eyes!

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Gegenüber dem Augenbaum diese Mauer, aus der sogar noch alte Kanonen rausgucken. Dahinter die Mauer gehört zum Großmeisterpalast, den ich in seiner ganzen Pracht irgendwie nicht richtig auf’s Bild gekriegt hab. Ist aber auch gewaltig, das Ding. Im im folgenden Bild sieht man ihn aber oben rechts:

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Hier sind wir schon wieder außerhalb der Altstadt, stehen auf der anderen Seite des Grabens. Denn wir wollten uns noch eine weitere historische Stätte anschauen, die für Rhodos nicht unbedeutend ist: Der Hafen von Rhodos.

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Auf dem Weg dorthin kamen wir noch an weiteren alten Gebäuden vorbei, wobei dieses deutlich nach der Altstadt entstanden ist. Trotzdem charmant.

Und direkt am Hafen gelegen, dessen Einfahrt von den Italienern während deren Besatzung so gestaltet wurde:

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Gegenüber, wo die zwei dunklen Poller stehen, steht eigentlich das Pendant zu der im Vordergrund stehenden Säule mit einer Hirschkuh obendrauf. Dies sind die Wappentiere der Insel. Die Hirschkuh wird aber im Moment restauriert.

Mancher behauptet, dass der legendäre Koloss von Rhodos hier gestanden haben soll: links der eine Fuss, rechts der andere. Dazu müsste er aber einen enormen Spagat gemacht haben, denn obwohl er natürlich mit über 60 m enorm groß gewesen sein soll, ist der Abstand vom einen Stück Land zum anderen doch sehr weit. Das ist auch einer der vielen Gründe, warum der Koloss eigentlich gar nicht hier, sondern in der Altstadt gestanden haben soll. Genauer gesagt beim Helios-Heiligtum, denn der Koloss war eine Statue des Sonnengottes, der auf Rhodos sehr vereehrt wurde. Nur hat man bisher dieses Helios-Heiligtum nicht gefunden.

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Ein Blick auf weitere Gebäude mit türkischem Einschlag.

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Und direkt gegenüber dieses Meisterwerk. Gibt also nicht nur schöne Gebäude in Rhodos. Dies ist ein Kino, in dem auch gerade ein Kurzfilmfestival vorbereitet wurde, das aber leider erst an dem darauffolgenden Wochenende anfangen sollte.

Wir bewegten uns noch ein bißchen abseits des Touristenzentrums und drangen in das Rhodos der Rhodianer vor, um ein bißchen Gefühl dafür zu bekommen, wie’s sich so lebt, wenn man auf Rhodos lebt. Und nicht nur Urlaub macht.

Wenn man als Großstadtkind allerdings dorthin kommt, fällt sofort die Ruhe auf, die hier vorherrscht. Mag an der Mittagshitze liegen oder an der Tatsache, dass halt „nur“ 57.000 Einwohner in Rhodos leben, was im Grunde ja mehr ein großes Dorf ist.

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So sehen manche Wohnhäuser in Rhodos aus. Sehr elegant, wie ich finde. Schön ist vor allem, dass auch öffentliche Einrichtungen in solchen Gebäuden untergebracht sind wie zum Beispiel Kindergärten.

Im nicht so hübschen Teil von Rhodos standen dann allerdings auch echte Gruselbunker rum, wie das folgende Wohnhaus:

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Von dort sind wir dann auch bald wieder zum Busbahnhof gelaufen, denn langsam machte uns die Hitze etwas müde. Wir befanden uns auch direkt in dem Zeitfenster, dass ich oben schon beschrieb, in dem die Sonne direkt von oben kam.

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Also suchten wir uns schattige Wege, wie hier nochmal im Stadtwald. Und als wir dann im Bus saßen, war eh alles egal, weil der wieder schön klimatisiert war.

Der Trip nach Rhodos Stadt war definitiv der ermüdendste während der Woche Urlaub auf der Insel, aber auch der spannendste. Als letztes Highlight des Urlaubs perfekt, zumal wir am letzten Abend nochmal mit dem spektakulären Sonnenuntergang verwöhnt wurden, den ich als Header für diesen Urlaubsbericht verarbeitet hab (und der auch nur so großartig aussah, weil es die so seltenen Wolken am Himmel hatte).

Am darauffolgenden Tag sollte es dann auch schon wieder nach Hause gehen, und zwar recht früh um 8 Uhr morgens. Dass wir irgendwann eine Nachricht von unserem Reiseveranstalter bekamen, der Start unseres Fliegers wäre wegen einem Streik der griechischen Fluglotsen nach hinten verschoben, stimmte uns an dem Abend noch fröhlich. Der nächste Tag war aber eher anstrengend, doch dazu Anfang nächster Woche mehr im letzten Teil des Urlaubstagebuchs.

Noch’n Intermezzo!

Juli 17, 2009

Und wieder ne Pause im Reisebericht. Mist. Aber ich musste ein kleines Geschenk fertig machen (mehr dazu demnächst), und gleich muss ich los zum ALLIGATOR FARM-Stammtisch. Und morgen auch wenig Zeit, weil noch ein Geburtstagsgeschenk fertig gezeichnet werden muss und dann wollen wir morgen nachmittag auch noch grillen.

MEIN TAG BRÄUCHTE 36 STUNDEN!

Damn, ich muss weg.

Noch’n schnelles Bild von Wittek zum oben genannten Grillen morgen (Klick auf das Bild für weitere Infos):

Urlaubstagebuch 2009, Teil IV

Juli 16, 2009

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Rhodos war vor Jahrhunderten gesegnet mit heißen Quellen, wenn auch nur wenigen. Um solche wurden damals ja gerne Wohlfühloasen gebaut, in denen die (meist betuchten) Menschen ein bißchen die Seele baumeln lassen konnten: Thermen.

Und solche gibt es auf Rhodos noch heute, auch wenn die heißen Quellen mittlerweile versiegt sind. Die Italiener hübschten sie sogar während ihrer Besatzung von Rhodos noch etwas auf, so dass sie momentan hauptsächlich eine Touristenattraktion sind.

Also bin ich, ganz Tourist, natürlich hin. Zu Fuß, denn sie sollten nur 20 Fußminuten von unserem Hotel weg sein, und wir waren auch daran vorbeigefahren auf unserem Weg nach Faliraki. Und so ging ich in meinen Freizeitlatschen los, in die Mittagsglut.

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Und gleich, 5 Minuten vom Hotel entfernt auf der anderen Straßenseite, fiel mein Blick auf dieses Gemäuer, das sich serpentinengleich den Fels hochschlängelte. Ich konnte allerdings nicht ausmachen, was es ist.

Also ging ich weiter an der Küstenstraße entlang, die rechts gesäumt war von solchen Abhängen:

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Fels, wohin man blickte. Zwischendurch ein bißchen Vegetation, aber insgesamt doch sehr rauh. Doch nicht, dass da falsche Gedanken aufkommen: Wir befanden uns auf dem grünen, nordöstlichen Teil der Insel. Wo es viel Grundwasser gibt und deswegen auch so eine reichhaltige Pflanzenwelt. Weiter im Süden sollte es noch deutlich trostloser sein, fast wüstig. Da war es doch wieder nett, wenigstens ein paar grüne Flecken in der Landschaft zu haben. Die dann auch noch so eine tolle Farbstimmung erzeugen wie auf dem folgenden Bild zusammen mit dem Meer:

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Dieses Foto ist die Böschung runterfotografiert, die links von der Straße abfiel. Und da ich mich eh gerade erleichtern musste, ging ich ein Stück dort runter. Wohlgemerkt: In Latschen. War nicht ganz so einfach, aber ging. Nur: Als ich dann erleichtert war, hab ich mich ein bißchen umgeschaut und spontan entschieden, einfach weiter an der Küste langzulaufen…

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… vorbei an Felsen mit Höhlen…

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… und Felsen mit schiefen Baumantennen. Zwischendurch hüpften immer wieder irgendwelche Viecher vor mir weg, die ich in den ganzen niedrigen Büschen nicht gesehen hatte. Nicht so einfach, so querfeldein. Aber ich fand zum Glück sogar einen kleinen Weg, den ich dann weiter runterlaufen konnte.

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Hier ist der Weg zu sehen, rechts am Bildrand. Oben, wo der Mast steht, ist übrigens die Straße, hinter mir noch ca. 100 Meter zur steil abfallenden Küste.

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Hier sieht man eine spektakulär ausgewaschene Küstenhöhle. Leider hab ich es nicht zustandegebracht, dieses Phänomen angemessen zu fotografieren. Und obwohl ich lange drumherumgeklettert bin und teilweise bis an den Rand, die Dimension wird überhaupt nicht klar: Dieses „Loch“ war bestimmt 20 Meter tief.

Ein bißchen frustriert, aber auch beeindruckt ging ich an der Küste weiter, und bald sah ich auch schon aus der Ferne mein Ziel:

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Die Thermen von Kallithea, mit den schicken hautfarbenen Runddächern. Doch um dort hinzukommen, musste ich nochmal um die komplette Bucht herumlaufen.

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Doch das lohnte sich: Dies ist der Eingang zum Thermengelände. Schick, schick. Hinter dem Tor ist noch ein schöner Brunnen, und weiter geradeaus führt der Weg dann unter diesen Balustraden her:

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Spektakulär ist vor allem der Boden: Hier wurde aus vielen kleinen weißen und schwarzen runden Steinen ein riesiges Mosaik gebildet, welches sich über das gesamte (!) Thermengelände erstreckte. Wahnsinn. Diese Steine hatten aber nicht nur schmückenden Effekt, denn sie standen ca. einen Zentimeter aus dem Beton und verwöhnten die Barfüßigen mit einer ständigen Fußmassage. Töfte.

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Der oben schon gesehene „Tempel“ des Geländes. Das einzige Gebäude, das nicht weiß angestrichen war. Vielleicht unter Denkmalschutz. Hier, glaube ich, müssen die heißen Quellen gesprudelt sein. Zumindest lässt das der Innenraum vermuten, der so aussieht:

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Sitzgelegenheiten direkt am Wasser, das nicht sonderlich tief ist. Schön auch die Sonnenstrahlenpunkte auf dem Boden. Stelle ich mir sehr atmosphärisch vor, wenn dann noch Dampf oder Rauch durch das Gebäude zieht.

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Ein kleiner Bach plätschert in die Richtung des „Tempels“, möglicherweise die Quelle des Wassers, was jetzt dort steht.

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Und hier die Bucht von Kallithea. Weiter hinten sieht man nochmal die felsige Küste von der Seeseite. Insgesamt sehr idyllisch, mit kleinen, in den Felsen geschlagenen Liegenischen.

Rechts ging es weiter hoch zu den Thermengebäuden, die die Italiener aufgehübscht hatten. Alle drei kreisrund, überhaupt war das ganze Gelände in Kreisen aufgebaut. Ob das spirituellen Hintergrund hat?

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Einer der äußeren Rundgänge von innen. Auch hier sieht man wieder schön den Fußmassage-Boden.

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Die Gebäude waren zwar rund, es gingen aber 2 gerade Gänge hindurch, die die verschiedenen Kreisgänge miteinander verbanden und sich in der Mitte trafen. In dieser Mitte war ein riesiges Mosaik angelegt, das ich Euch nicht vorenthalten möchte:

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Um sich die Dimensionen vorstellen zu können, eine schnelle Zahl: Der Abstand von der Kante des äußeren weißen Ringes vom linken Bildrand zum rechten beträgt ungefähr 3 Meter. Wie lang die Leute daran wohl gesessen haben?

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Ein Brunnen, der in einem der Ringe stand. Rundherum standen Stühle, hatte ein bißchen was von nem Auditorium.

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Wieder raus aus dem Thermengebäude und auf dem Weg zurück zum Ein-/Ausgang nochmal einen ‘Klick’ auf die Pflanzenwelt. Auch hier überall ein lustiger Mix aus Stachel- und Blütenpflanzen.

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Und das letzte Bild von diesem Ausflug (tatsächlich, denn danach haben die Akkus den Geist aufgegeben): Ein weiteres Thermengebäude (?) etwas abseits des Geländes auf der anderen Straßenseite. Nicht restauriert, dabei sehr schön gelegen. Könnt man bestimmt ne dufte Ferienbehausung draus zaubern… wenn die Straße nicht direkt (rechts unten) daran liegen würde.

Das war der erste wirklich kulturelle Höhepunkt des Rhodos-Aufenthalts. Ein weiterer sollte (und soll) noch folgen: der Besuch in der Hauptstadt von Rhodos, die ebenfalls Rhodos heißt. Und das war nochmal schwer beeindruckend, für den heimlichen Rollenspieler in mir echt fantasie-ankurbelnd.

Dazu aber morgen mehr.

Kurzes Intermezzo!

Juli 15, 2009

Halbzeit im Urlaubsbericht, aber nicht wegschalten: die kulturell wertvollen Teile kommen erst noch. Muss aber noch das ein oder andere Foto hinzufügen und eventuell etwas nachbearbeiten, morgen geht’s weiter.

Zwischendurch mal ein kurzer Bericht von einer anderen Front: die erste Runde des Comicforum-Artbattles hab ich für mich entscheiden können, und heute abend wurde mir der Viertelfinal-Gegner zugelost. Und das ist kein geringerer als der großartige AYBABTU aka Christian Huber. Das wird ein hartes Stück Arbeit, und das nicht nur, weil sein Kämpfer schlicht „Das schwarze Quadrat“ ist.

Seine Homepage gibt leider nicht so viel her, aber ich glaube, dass er mir handwerklich doch ziemlich überlegen ist. Und wie er seinen ersten Gegner geplättet hat, fand ich auch sehr beeindruckend (siehe hier).

Da muss ich mir ganz schön was einfallen lassen. Aber: das find ich ziemlich spannend. Mal gucken, was mein Kopf so ausspuckt.

Morgen geht’s aber erstmal weiter mit dem Reisebericht. Ne?

Urlaubstagebuch 2009, Teil III

Juli 14, 2009

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Heute geht’s zur Touristenhochburg von Rhodos: Faliraki.

Vor Jahren noch ein kleines Nest mit 3 Fischerhütten haben aber die Touris die Ecke für sich entdeckt. Denn: Es gibt hier einen der wenigen Sandstrände auf Rhodos. Dadurch entwickelte sich das einst beschauliche Kaff in das „Las Vegas von Rhodos“.

Das wollten wir uns mal angucken. Und ohne vorher gefrühstückt zu haben, da wir die Frühstückszeit verpennt hatten, warteten wir auf den Bus.

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So sieht eine Bushaltestelle auf Rhodos aus: eine kleine beschauliche Holzhütte am Straßenrand. Und das ist komfortabel, denn an vielen „Haltestellen“ steht maximal ein Schild mit der Aufschrift „Bus Stop“. Gerne auch an vielbefahrenen, 4spurigen Verbindungsstraßen ohne irgendwelche Gebäude in Sichtweite (selbst gesehen, echt unglaublich).

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Im Bus stellte sich sofort ein heimatliches Gefühl ein. Warum? Schaut auf die Schilder, extra vergrößert. Hierbei handelt es wohl um einen in Deutschland ausgemusterten Linienbus, der kurzerhand auf Rhodos sein neues Einsatzgebiet fand. Witzig, irgendwie.

Auf der Fahrt von Faliraki fährt man eine traumhafte Küstenstraße lang, vorbei an unberührter Natur. Aber auch vorbei an verdammt vielen und teilweise gewaltigen Hotels.

In Faliraki empfängt die Bus-Aussteiger an der Endstation dieser Platz und diese Statue:

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Weiß man gleich Bescheid, was hier Thema ist. Wenn man sich aber umgeschaut hat, fiel einem gleich die eher mangelnde Betriebsamkeit auf. Für ‘ne Touristenhochburg war es doch überraschend ruhig, nur wenige Leute unterwegs.

Umso mehr konnte man sich unbehelligt in der Gegend umschauen. Dabei fiel bald folgende Kuriosität ins Auge:

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Pizza Hut und KFC in einem Gebäude. Das finden die Touris toll. Dürfen sich aber nur im unteren, schon komplett fertigen Stockwerk aufhalten. Die Toiletten sind, wenn man von dem KFC hier in Hamburg auf den KFC auf Rhodos schließen darf, im zweiten Stock und noch nicht ganz fertig. Also besser auf Getränke verzichten…

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Direkt gegenüber dann aber der Grund für die überdurchschnittlich gestiegene Einwohnerzahl der letzten Jahrzehnte: Der für rhodische Verhältnisse feine Sandstrand. Aber auch der war, wie man hier sieht, nicht wirklich stark belegt. Für Hauptsaison ziemlich mau, zumal diverse Reiseführer davor warnten, dass man hier über ganze Menschenfleischberge steigen müsste, um ans Wasser zu kommen. Keine Spur davon, nix.

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Und auch in den „Einkaufsstraßen“ war nicht viel los. Aber hier sieht man es: Es gibt nicht viele „normale“ Geschäfte. Pubs, Restaurants, Touristenfallen mit allem möglichem Kram wie folgender Laden (mit einem passenden Namen):

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Darüber hinaus gab es aber auch durchaus lustige Bauwerke wie das folgende:

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Hier durfte sich ein Architekt mal richtig austoben. Und der Skulpteur hat sicherlich auch seinen Spaß gehabt. Erinnert ein bißchen an Familie Feuerstein? Abwarten. Interessant übrigens auch die schmückende Giraffe im 2ten Obergeschoss, auch wenn die nicht richtig ins Bild passen mag.

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Wie schon erwähnt: Eigentlich soll Faliraki eine einzige Party sein, auch wenn die wenigen Menschen das nicht wirklich andeuteten. Dass dieses kleine Örtchen aber etwas verrückt ist, zeigt das Schild oben, vor allem der letzte Hinweis. XMas? Im Juni? Hohoho!

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Wie überall auf Rhodos wuchern aber auch in Faliraki die Palmen, Bäume und bunten Blumen. Die sind schon schön, solche Ecken.

An einem Kiosk stehen hab ich dann noch folgende Blume entdeckt, die mir bisher keiner identifizieren konnte:

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Bei diesen ledrigen Blättern handelt es sich wohl um die Blüte des Gewächses. Sieht schon irgendwie… ausserirdisch aus.

Auf dem Weg aus Faliraki heraus kamen wir dann nochmal an folgender Bowlingbahn-Heimat vorbei, die zum Schmunzeln anregt.

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Wieder in dieser Steinoptik, aber diesmal auch noch richtig benamt und den passenden Spruch oben ans Dach geschrieben. Da fragt man sich doch: Bowlen die dort auch mit Felsen?

Als wir an den letzten Häuschen Falirakis vorbeikamen und zur Bushaltestelle gingen (die wir, wenn nicht das Lektorat den richtigen Hinweis gegeben hätte, fast verpasst hätten, weil dort diesmal tatsächlich kein Häuschen und nur ein sehr unauffällig platziertes Schild stand), passierten wir einen Alkoholdiscount, den wir prompt betraten. Sofort bekamen wir einen kleinen Becher Hochprozentigen in die Hand gedrückt, der nach Ouzo mit Kaffee schmeckte. Als Ouzo-Fan, der ich bin, war ich dann auch besonders von diesem Regal beeindruckt:

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Lecker.

Konnte mich aber leider nicht durchprobieren, denn die Zeit drängte: Der Bus kam bald.

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Und dann ging’s auch schon wieder Richtung Hotel. Hier sieht man nochmal die etwas trostlose Straße, die links Richtung Faliraki „Stadtkern“ führt. Was mich aber besonders begeisterte war der große Fels im Hintergrund. Den wollte ich unbedingt nochmal besteigen, zumal dahinter doch direkt unser Hotel liegen musste. Was sich später, zum Glück NICHT zu Fuß, als Trugschluss herausstellte. Wär ein ganz schöner Marsch geworden, und das in der Mittagshitze.

Nun ja.

In Faliraki sind noch 2 Motive entstanden, die ich noch zeigen wollte. Zum einen ein Bild, welches mir als Mediengestalter bitter aufstößt, weil ich für so ein Composing hier in D keinen Blumentopf bekommen würde:

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Man achte auf die Reihe Flaschen unter dem Schriftzug „Draught Beer“ und die unterschiedlichen Perspektiven. Yay!

Und dann gab’s da noch diesen Aufruf, hinter einer Telefonzelle klebend:

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Ich wollte mich melden, bis ich zum dem Satz „you are female“ kam. Schade.

Morgen berichte ich von meinem kleinen Trip zu den Thermen von Kallithea und dem kleinen Querfeldeinspaziergang, den ich dorthin unternahm.