Archiv für März 2008

Es ist wieder soweit: JAZAM!

März 26, 2008

Dieses Jahr ist wieder Comicsalon in Erlangen. Vielleicht erinnerst Du Dich daran: vor 2 Jahren haben wir dort mit der ALLIGATOR FARM für mächtig Furore gesorgt (mehr dazu hier).

Das wird dieses Jahr mit Sicherheit nicht der Fall sein, denn seit Juni 2006 hat sich in der ALLIGATOR FARM manches gewandelt. Das Studio gibt es in der Form nicht mehr, also sahen wir für dieses Jahr wenig Sinn, einen eigenen Stand zu mieten. Das könnte 2010 wieder der Fall sein, aber das muss dann betrachtet werden.

Ich werde nicht nach Erlangen fahren, habe aber (denke ich) alle Möglichkeiten genutzt, dort präsent zu sein. Von den Beiträgen für Panik Elektro und dem Horrormanga-Projekt hab ich schon geschrieben, jetzt fast fertig geworden ist der Beitrag für das neueste JAZAM!-Kurzgeschichten-Kompendium mit dem Thema “Zeit”. Hier werde ich zwar nur mit 2 Seiten präsent sein, aber die sind fein. Denn sie bilden einen kleinen Teil des Projekts von Martin Rathscheck, der seine Figuren Ferkel & der Golem quasi durch den ganzen Comicband reisen lässt. Sie tauchen also auch in meiner Geschichte auf. Und wie.

Das kann ich natürlich nicht zeigen, dafür gibt’s ein Teaserpanel, das auch schon auf dem JAZAM-Blog zu sehen ist:

Teaserpanel_jazam3_blog

Die zweite Küchenansicht, die ich in der Form dieses Jahr ausgearbeitet habe. Die erste gab’s ja schon zu sehen, hatte ich für den diesjährigen Fumetto angefertigt.

fumetto_auge_webA propos Fumetto: da gab’s ne Absage. Stilecht per Snailmail hieß es sinngemäß in dem Brief: “Ihr Beitrag ist nicht nominiert, trotzdem werden wir ihn natürlich ausstellen und würden uns freuen, Sie beim Fumetto-Festival zu treffen.”

Tja, ich werd wohl nicht hinfahren. Zum einen ist’s, wie Erlangen, ziemlich weit weg (Schweiz!). Zum anderen: warum? Mein Ziel, dort was zu erreichen, indem ich mal was anderes mache, als die Jahre vorher gewonnen hat, und damit abräume, hab ich verfehlt Naja.

Vorteil für Dich, jetzt und hier: ich kann Dir das gute Stück kredenzen, ohne schlechtes Gewissen, irgendwas vorweg zu nehmen. Viel Spaß beim Lesen :)

Fumetto Seite 1Fumetto Seite 2Fumetto Seite 3Fumetto Seite 4

So passiert’s…

März 7, 2008

Mancher mag sich dran erinnern: Wittek rief im Spätsommer letzten Jahres zur Neuauflage von “Zeichnersex” auf. Diesmal war das Thema allerdings “HORRORMANGA im Bräustüberl”, vor dem Hintergrund, dass die an dem Abend ersonnenen Geschichten in einer neuen Comic-Anthologie erscheinen sollten.

Viele Zeichner waren dabei, es war ein lustiger Abend. Und die Ideen sprudelten.

Mein Comic ist jetzt fertig, und jetzt gibt’s einen kleinen Einblick, wie eine Comicseite bei mir entsteht. Los geht’s natürlich mit den Vorzeichnungen:

horrormanga how to Teil 1
Hierzu ist festzuhalten: die Vorzeichnung für die gesamten 5 Seiten meiner Kurzgeschichte sind an dem besagten Abend entstanden. Da sie aber aufgrund steigendem Pegels zum Ende ziemlich rätselhaft aussahen, musste ich später nochmal rüberarbeiten. Die hier gezeigten Zeichnungen sind solche Überarbeitungen, wo ich noch ein bißchen was für die Atmosphäre und das Charakterdesign getan hab.
Das Lettering in den unteren Panels hab ich danach mit dem PC eingefügt, bevor ich genau diese Zeichnungen in Blau auf Tuschekarton gedruckt hab.

horrormanga how to teil 2

Aufgrund dieser blauen Drucke werden erstmal die Panelrahmen fixiert. Außerdem nutze ich in diesem Step nochmal die Gunst, Verschiedenes auf der Seite nochmal mit Bleistiftlinien zu fixieren. Das gibt mir ein Stück weit Sicherheit für die kommende Aufgabe: das Inking.

horrormanga how to teil 3

Hier hab ich mich mit dem Tuschestift ordentlich ausgetobt. Immer wieder krieg ich zu hören, dass der Stift (Pentel Color Brush Schwarz) weit gegen echt gute Pinsel abstinkt, und ich komme langsam auch dahinter, dass er Schwächen hat. Aber ich bin in dieser Hinsicht noch zu gemütlich. Im Nachhinein hab ich mit einem Set Stifte von Faber-Castell (PITT artist pens) noch ein paar Schraffuren hineingearbeitet.

Diese getuschten Seiten hab ich eingescannt und die Typo wieder mit dem PC eingebaut. Ebenfalls am PC kam dann zum Schluss die Veredelung der Seite:

horrormanga how-to teil 4

Was meiner Meinung nach nicht fehlen darf auf einer Manga-Seite: Rasterfolie. Leider kein echtes Letraset, ist zu teuer. Diese Halbtonraster hab ich gemütlich per Photoshop erstellt.
Außerdem hier zu sehen: der große Kenichi Kusano hat sich bereiterklärt, den Titel meiner Geschichte auf japanisch zu übersetzen. Natürlich nicht wortwörtlich, aber er hat ihn an ein japanisches Sprichwort angelehnt.
Die Hintergrundstruktur soll mitgedruckt werden. Der Gedanke dahinter ist: ich hab mal aufgeschnappt, dass Manga in Japan auf billigem Papier gedruckt werden, “fast wie Klopapier.” Ist natürlich Quatsch, aber inspirierte mich zum Einscannen des Schulklopapiers, was ich dann hinter die Zeichnungen montiert hab.

So, das war’s erstmal wieder. Jetzt muss ich mich erstmal meiner Zwischenprüfung widmen, aber danach geht’s weiter mit Comics. Für PERRY muss weiter Material entstehen, und ein Kalendermotiv steht auch noch an.